Kunst Sehen

Sinn für die Sinne…

In der heutigen Lehr- und Lernkultur herrscht noch immer die Vorstellung vor, es gehe darum, Wissen über die Dinge zu vermitteln. In den Vorträgen Michael Bockemühls wird ein anderes Ziel verfolgt: Dem Vortragenden geht es weder um Belehrung, noch in erster Linie um Vermittlung von Wissen, sondern um das konsequente Eröffnen von Sehräumen, in denen die Zuhörer*innen an den Kunstwerken selbst eigene Erlebnisse haben können.

An die Stelle einer Interpretation tritt hier die Geste des Eröffnens von Anschauungsmöglichkeiten, die zu eigenen Einsichten inspirieren können.

Auch wenn diese Anfang der 1990er Jahre gehaltenen öffentlichen Vorlesungen mittlerweile ein Vierteljahrhundert alt sind, so haben sie doch nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Im Gegenteil sind sie angesichts der Digitalisierung und der damit einhergehenden Verkümmerung unserer Sinne noch relevanter geworden.



„Kunst ist die Antwort auf Kunst: Wie ist eine Sache gestaltet, wie wurde sie gemacht, wie spricht sie mich an, wie erscheint sie mir, wie wird sie mir verständlich?

Ein Kunstwerk macht Sinn für die Sinne. Sinn zu fassen durch die Sinne – das ermöglicht Kunst.“

Michael Bockemühl

Michael Bockemühl

Michael Bockemühl war nicht nur Kunstwissenschaftler, Hochschullehrer, Vortragsredner und Berater großer Wirtschaftsunternehmen, sondern zuvor auch einige Jahre Waldorf- und Sonderschullehrer und später Banker bei der GLS Bank in Bochum. Ab 1985 arbeitete der vierfache Familienvater eine Zeit lang als Kulturmanager in der Anthroposophischen Gesellschaft, bevor er 1990 an die Universität Witten/Herdecke berufen wurde.

Michael Bockemühl wurde am 21. Februar 1943 als jüngster von fünf Brüdern in Dresden geboren. Er studierte Philosophie, Kunst- und Kirchengeschichte in München und Bochum und wurde 1984 habilitiert. Noch als Student der Ruhruniversität gründete er 1968 mit einigen Kommilitonen das Freie Hochschulseminar. Die dort entwickelten Ideen flossen später in die Konzeption des Studium fundamentale der Universität Witten/Herdecke mit ein, wo er den Lehrstuhl für Kunstwissenschaft, Ästhetik und Kunstvermittlung innehatte. Von 1994 bis 1998 war er Dekan der Fakultät für das Studium fundamentale. Es folgten Gastprofessuren an der Fakultät für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Innsbruck, an der Pädagogischen Fakultät der Universität Bielefeld, sowie an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Universität Stockholm.

Er veröffentlichte zahlreiche Schriften, u.a. Monografien zu Rembrandt, Turner und zur Kunst der Moderne. Sein das Wahrnehmen mit Bewusstsein durchdringendes Vorgehen machte er nicht nur für den künstlerischen Bereich fruchtbar, sondern auch für die Gestaltung von Medizin, Ökologie, Pädagogik, Technik und Wirtschaft. Er verstarb am 23.12.2009 in Herdecke.

Michael Bockemühl

Bücher

bereits erschienen:




in Vorbereitung:


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Aktuelles

Am 21. Februar wäre der Prof. Michael Bockemühl, 75 Jahre alt geworden.

Im Audimax fand eine Gedenkveranstaltung statt. Dazu hier ein aktueller Beitrag von unserer Facebook Seite

Das Projekt

Die Vorträge wurden, wenn nicht anders angegeben, jeweils um 18 Uhr im Wittener Saalbau an folgenden Abenden gehalten:


Die Malerei des 19. Jahrhunderts
Claude Monet
van Gogh
Cézanne
Picasso
Kandinsky
Nolde
Mondrian
Klee
Salvador Dalí. Die Realität des Surrealen
Barnett Newman, Marc Rothko, Ad Reinhardt. Das Ich und die Farbe
Francis Bacon, Cy Twombly – Wege an den Grenzen des Bewusstseins
Joseph Beuys, Das Sinnliche, die Tat, das Mal
Michelangelo
Rodin
Arp und seine Zeit
Giacometti
Moore
Gauguin (im Folkwang Museum)
Jawlensky (im Folkwang Museum)

Im Sommersemester 2014 beginnt die Überarbeitung der Vorträge innerhalb eines Seminars, das Dr. David Hornemann v. Laer unter dem Titel „Kunst Sehen“ anbietet.

Im Wintersemester 2014/15 beginnen wir auf Anregung des Studenten Christian Wendlandt mit „Google Docs“ zu arbeiten. So bekommt jede/r SeminarteilnehmerIn eine Berechtigung zur Überarbeitung der Vorträge und es wird für alle nachvollziehbar, wie die Texte verändert werden.

Bis zum Wintersemester 2017/18 arbeiten rund 65 Studierende an den Texten, füllen Textlücken, machen sich an die Bildersuche und geben dem Text eine Form, die den Vortragsstil beibehält und gleichwohl lesbar ist.

Immer wieder wird die Form der geplanten Veröffentlichung diskutiert. Soll ein Buch gleich mehrere Vorlesungen enthalten? Nach welchen Gesichtspunkten würde man sie ordnen? Soll es auch eine elektronische Form der Veröffentlichung geben?

Versuchsweise liest die Studentin Isabell Przemus im Sommersemester 2015 drei Vorträge im Tonstudio ein. Im Seminar bemerken wir, dass das auch als eBook mit Bildern funktionieren würde.

Bevor das Wintersemester 2016/17 beginnt, besuchen Andrea Kreisel, Amelie Scupin zusammen mit David Hornemann v. Laer die Frankfurter Buchmesse. Gespräche mit der Cheflektorin vom Wienand Verlag, mit dem Info3 Verlag und den auf digitale Kunstbücher spezialisierten, in Belgien ansässigen Musebooks Verlag.

Im November folgt die Entscheidung für den Info3 Verlag.

Ramon Brüll (Verlagsleiter) und Frank Schubert (Grafiker) kommen ins Seminar und wir sprechen über mögliche Formen einer Zusammenarbeit.

Wir entschließen uns, zunächst drei Bände fertigzustellen.

Nach mehreren Entwürfen und der Idee, in einem Band fünf Vorlesungen zu versammeln, kehren wir zur Idee einer Einzelbandveröffentlichung zurück.

Im Februar 2018 erscheinen die drei ersten Bände „Kunst Sehen“ im Info3 Verlag.

…fördern!

Sie möchten weitere Ausgaben der Vorlesungsreihe von Michael Bockemühl mit ermöglichen?

Dann unterstützen Sie uns bei der Heraugabe von Bänden zu Arp, Bacon, Beuys, Cézanne, Klee, Michelangelo, Moore Picasso, Rodin, van Gogh,… durch:

  • ein Abonnement
  • eine Spende
  • eine Abnahmegarantie (ab 50 Bände)
  • eine exklusive Buchpatenschaft (€5000)
  • eine Buchbesprechung

Die drei ersten Bände wurden gefördert durch:

Fakultät für Kulturreflexion - Studium fundamentale
Werner Richar Dr. Carl Dörken Stiftung
Wittener Universitätsgesellschaft
GLS Treuhand
Integriertes Begleitstudium Anthroposophische Medizin

Kontakt

Universität Witten/Herdecke
„Kunst Sehen“
Fakultät für Kulturreflexion - Studium fundamentale
Alfred-Herrhausen-Straße 50
D - 58448 Witten
post@kunst-sehen.com